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Kabel-Laden - Gefahren, Standardisierungsprobleme, Marktpotential

Fast in jeder Stadt sind sie mittlerweile zu finden: Verwaiste Ladesäulen, grünes Denken verkörpernd und von allen begrüsst, jedoch ungenutzt oder zumindest wenig frequentiert. Wie die Begleitforschung kabelloses Laden feststellte, gibt es derzeit kein nachhaltiges Geschäftsmodell für das Ad Hoc Laden an Ladesäulen, noch weniger für das spontane Schnellladen über 3,3 KW. Selbst das französische Livre Vert, ein ordnungspolitisch durchgetakteter Generalstabsplan zur Einführung der Elektromobilität, beschreibt öffentliche Ladesäulen als marktwirtschaftlich nicht darstellbar. Die Mini-E-Studien in den USA und Großbritannien haben gezeigt, dass Elektrofahrzeugnutzer ihr Fahrzeug in den allermeisten Fällen an einem festen Stellplatz am Wohnort oder beim Arbeitgeber laden, am liebsten über Nacht wenn der Strom billiger ist. Das ist nicht nur bequem sondern auch umweltfreundlich: Durch das Laden in der Nacht, wenn erfahrungsgemäß besonders viel Windenergie anfällt, trägt das Elektrofahrzeug zur Lastglättung und Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz bei. Weiterer Vorteil: Der langsame Ladevorgang schont die Batterie. Derzeit werden fast alle Elektroautos weltweit über Kabel geladen. Das Betanken eines E-Autos mit Strom ist - zumindest optisch und haptisch - dem Betanken eines Verbrennungsmotors recht ähnlich und fördert dadurch die Akzeptanz der Nutzer. Jedoch birgt das kabelgebundene Laden von E-Autos bestimmte Gefahren:

  • Stolpergefahr durch Kabel im öffentlichen und privaten Raum
  • Kabel- bzw. Metalldiebstähle durch steigende Rohstoffpreise
  • Stromunfälle (besonders bei Nässe)
  • Reduktion der Stromübertragung (besonders bei niedrigen Temperaturen)
  • Tiefentladungen durch mangelnde Ladedisziplin

Außerdem ist eine Einigung auf einheitliche (standardisierte) Ladekabel noch immer nicht in Sicht - weder international, noch auf EU-Ebene. (Aus: http://www.pt-elektromobilitaet.de/projekte/pkw-feldversuche/abschlussbe... Abschlussbericht über die Ergebnisse der Begleitforschung kabelloses Laden)