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Mannheim: Testbetrieb mit zwei induktiv geladenen Elektrobussen

01.12.14

Das Forschungsprojekt "rnv Primove" in Mannheim geht in die letzte Testphase, bevor im Frühjahr 2015 der Alltagsbetrieb startet. Das Projekt wird von Bombardier Transportation, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), der Stadt Mannheim, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Carrosserie HESS AG realisiert (vgl. News 4/2014). Der Clou ist das Gelegenheitsladen: Elektrobusse werden auf Abschnitten der  Linie 63 unterwegs sein und an den Haltestellen sekundenschnell mit Ökostrom versorgt, so dass es für die Fahrgäste keine spürbaren Ladepausen geben wird. Auf der neun Kilometer langen Strecke zwischen Mannheim Hauptbahnhof und Pfalzplatz werden die zwei Busse an den beiden Endhaltestellen sowie an fünf Haltestellen entlang der Strecke in nur wenigen Sekunden mit 200 kW Leistung aufgeladen. Durch das so genannte Gelegenheitsladen genügt eine Batterie mit 60 kW Kapazität für den 12-Meter-Elektrobus.

Neben der Umstellung der Buslinie auf induktiven Elektrobetrieb wird die rnv auch einen Elektro-Van als Servicefahrzeug in Betrieb nehmen. “Dieser Van ist ebenfalls mit dem kabellosen Primove-Ladesystem ausgestattet und in gerade einmal drei Stunden vollständig aufgeladen. Im Stadtverkehr hat er dann eine Reichweite von durchschnittlich 240km,“ erklärt Michael Hirschböck, Standortleiter Bombardier Transportation in Mannheim. „Mit diesem e-Van behauptet sich die Stadt Mannheim abermals als Vorreiter – es ist der erste e-Van mit induktiver Schnellladung im öffentlichen Einsatz in Deutschland.“

Barrierefrei und berührungslos: Elektrobus lädt auf einer der induktiven Ladestationen (Bild: RNV)

Zur Originalquelle (RNV, November 2014)