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INTIS: Test zum induktiven Laden während der Fahrt erfolgreich abgeschlossen - 50 kW über 15 cm übertragen

23.05.14

Nachdem das Verbundvorhaben "Induktives Laden während der Fahrt"  abgeschlossen ist, haben die Teilnehmer eine positive Bilanz gezogen und ihre Ergebnisse auf der ehemaligen Transrapid-Versuchsanlage in Lathen der Öffentlichkeit demonstriert. Das Projekt wurde vom Tochterunternehmen Intis des Technologie- und Testdienstleister IABG, Alcatel-Lucent, dem bauunternehmen Max Bögl, dem Magnetwerkstoffe-Spezialist Tridelta und den Fraunhofer-Instituten IFAM und IVI durchgeführt. Es wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert und von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) koordiniert.

Insgesamt wurden 50 kW mit einer Arbeitsfrequenz von 40 kHz über einen Luftspalt von 15 cm übertragen. Die Effizienz der Leistungsübertragung lag bei etwas mehr als 90%, die EMV-Grenzwerte konnten eingehalten werden. Für Linienbusse wurden auf der 25 Meter langen Teststrecke fahrzeugseitig mehrere Spulen eingesetzt, da 50 kW nicht ausreichten.

INTIS-Geschäftsführer Ralf Effenbergerist überzeugt, dass sich induktive Energieübertragungssysteme für ein breites Spektrum zu übertragender elektrischer Leistungen mit hoher Effizienz und für eine Vielzahl stationärer und dynamischer Elektromobilitätsanwendungen eignen. Mit ihren elektrischen Eigenschaften stünden sie kabelgebundenen Verfahren, insbesondere Verfahren zur Schnellladung von Batterien, in keiner Weise nach, wenn die Wettbewerbsfähigkeit gelinge. Hinsichtlich des Nutzungskomforts, der Betriebssicherheit, ihrer Unanfälligkeit gegenüber ungewollteroder mutwilliger Zerstörung und ihrer Unempfindlichkeit gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen seien sie kabelgebundenen Verfahren sogar weit überlegen.

Zur Originalquelle (April 2014)