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ARTE berichtet über induktives Laden - 71 Prozent der Zuschauer wünschen sich Kabellosladung für E-Autos

02.12.14

Der TV-Sender ARTE beschäftigt sich diese Woche erstmals mit dem kabellosen Laden. Für die Reihe "Future" ist das Reporter-Team nach Braunschweig zum Projekt EMIL gereist, sowie nach London zu Qualcomm Halo und nach Boston zu WiTricity. Eine begleitende Online-Umfrage ergab, dass sich 71 % der Zuschauer kabelloses Laden für Elektroautos wünschen, nur 23 % wollen es für ihre Smartphones, kaum jemand votierte für kabellos geladene Fernseher.

Die TV-Reportage ergab unter anderem: Die mit der Bombardier-Technologie Primove kabellos geladenen Elektrobusse EMIL (vgl. News 1/2014) sollen pro Jahr bald 100 Mal verkauft werden und damit wettbewerbsfähig zu Dieselbussen werden. Qualcomm sieht die nächste Etappe des Kabellosladens im semidynamischen Laden, das beispielsweise bei kurzen Stopps an Ampelkreuzungen stattfinden könnte."Wir müssen Straßen bauen, die das Konzept des kabellosen Stroms integrieren. So könnten sich Autos dynamisch aufladen, während des Fahrens", erklärt Qualcomms Marketingleiter Europe, Joe Barrett. Er plädiert für so genanntes "Snack Charging" mit 6,6 kW, das eine zusätzliche Reichweite von jeweils 100 Kilometern ermöglicht. ARTE ging auch der Frage nach, wie gesundheitsverträglich die induktive Energieübertragung ist. Dafür besuchten sie René de Sèze vom französischen National-Forschungsinstitut für Industrieumgebungen und Risiken (INERIS). Sein Fazit: Die Wirkung von kabelloser Energieübertragung sei unbedenklich, da im menschlichen Körper kein Empfänger für magnetische Felder bekannt sei.

Zur Originalquelle (ARTE Futuremag, November 2014)