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Kabel als Unfallquelle - Stromschlag- und Stolper-Statistiken

Bei induktivem Laden ist der Nutzer aufgrund des berührungslosen, kontaktfreien und automatischen Ablaufs ohne manuelle Eingriffe, ohne Disziplinanforderungen und ohne jede Art von hinderlichen Objekten im allgemein zugänglichen Umfeld komplett auf der sicheren Seite. Kabel hingegen stellen eine potentielle Unfallquelle dar. Einerseits gibt es das Risiko von Stromschlägen durch das Berühren von defekten Kabeln: In Deutschland konnten die tödlichen Stromunfälle durch immer höhere Sicherheitsstandards auf etwa 60 Stromschlagtote pro Jahr gesenkt werden. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die Bedeutung von Kabeln bei Stromunfällen: Etwa 12% passieren im Kontakt mit so genannten Betriebsmitteln zur Fortleitung, zu denen auch Kabel gehören. Mehr als jeder zehnte Stromunfall wäre also ohne Kabel nie passiert.

Stolpern ist ein weiterer Risikofaktor von Ladekabeln: Immerhin ist das Ladekabel eines Mitsubishi i-Mievs fünf Meter lang, das eines Opel Ampera sechs Meter. Nicht umsonst zeigte Mennekes auf der IAA 2011 eine Ladepunkt-Studie mit automatischem Ladekabel-Aufroller. In Deutschland ereignen sich pro Jahr 3 Millionen Stolperunfälle. Wie unberechenbar und folgenreich Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle sein können, wissen Versicherungen und Berufsgenossenschaften, weshalb sie aufwändige Präventionsprojekte gegen die Unfälle betreiben, die bei ihnen unter dem Fachbegriff "SRS-Unfälle" firmieren.