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Metall- und Kabeldiebstahl - 20 Mio. Euro Schaden bei Deutscher Bahn, RWE und Deutscher Telekom in 2012

Kupfer- bzw. Buntmetalldiebstahl ist ein internationales Problem, das eng in Zusammenhang mit der global wachsenden Nachfrage nach Metall steht. Der Kabeldiebstahl bei der Deutschen Bahn hat im Vergleich zum Vorjahr bis Ende September 2011 um 32% zugenommen, wie der Sicherheitschef der Deutschen Bahn, Gerd Neubeck, im November 2011 bekanntgab. Dabei entstanden Schäden zwischen 10 und 12 Millionen Euro. Im April 2013 vermeldet die Deutsche Bahn einen leichten Rückgang der Buntmetalldiebstähle. Da der Schrottpreis für Altmetall und Kupferkabel jedoch stark gestiegen ist, liegt der entstandene Schaden dennoch bei 17 Mio. Euro. Die Bahn beziffert den gemeinsamen Schaden der Infrastrukturunternehmen RWE, Deutsche Telekom und Bahn durch Metalldiebstähle auf 20 Mio. Euro.

Die Vorkommnisse bei öffentlichen Transportunternehmen wie der Deutschen Bahn und British Transport sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Bundespolizei sucht inzwischen mit speziellen Einsatzkommandos nach Kabeldieben. Täglich kommen neue Delikte dazu, wie z. B. in Hamm, wo im November 2012 ein Unbekannter Beleuchtungskabel aus einem Parkhaus herausgerissen hat.

Die in der Begleitforschung kabelloses Laden erfassten Statistiken zum Kabeldiebstahl haben Schadensausmaße dokumentiert, die in der öffentlichen Diskussion zur Machbarkeit der Elektromobilität erst noch gelernt werden müssen. Diebstahlvermeidung ist auch eine Form der Ressourceneffizienz: Das Diebesgut kommt meist erst auf einer tieferen Stufe der Wertstoffkette wieder zum Einsatz. Insofern sind kabellose Ladestationen, die weniger zum Diebstahl einladen, nachhaltiger.